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DIZK-Positionen

Spezialisierte kleine Modelle sind kein Rückschritt. Sie sind der realistische Weg zu wirksamer KI.

Unsere Positionen helfen Politik und Öffentlichkeit, KI nicht als Größenwettlauf zu verstehen, sondern als Gestaltungsaufgabe: passgenau, sicher, nachhaltig und kontrollierbar.

These 1

KI muss von der Anwendung her gedacht werden.

Die zentrale Frage lautet nicht: Wie groß kann ein Modell werden? Sondern: Welche Aufgabe soll es unter welchen Qualitäts-, Sicherheits- und Kostenbedingungen zuverlässig lösen?

These 2

Kleine Modelle ermöglichen echte Kontrolle.

Spezialisierte Modelle lassen sich besser testen, begrenzen, dokumentieren, betreiben und auditieren. Das ist entscheidend für regulierte Branchen, Verwaltung und kritische Prozesse.

These 3

KI-Souveränität entsteht nicht allein durch Rechenleistung.

Souveränität entsteht durch Datenkompetenz, Domänenmodelle, offene Schnittstellen, nachvollziehbare Benchmarks und die Fähigkeit, Systeme selbst zu betreiben oder gezielt zu beauftragen.

These 4

Politik braucht andere Förderlogiken.

Förderung sollte nicht nur auf Basismodelle und Infrastruktur zielen, sondern auf domänenspezifische Datensätze, Evaluation, Zertifizierung, Transfer und öffentliche Beschaffung.

Politischer Rahmen

Fünf Forderungen für zukunftsfähige KI-Politik.

Diese Punkte bilden die Grundlage für Policy Briefs, Gespräche mit Entscheidungsträgern und öffentliche Kampagnen.

  1. Domänenmodelle fördern: Fachmodelle für Verwaltung, Gesundheit, Industrie, Bildung, Recht und Mittelstand.
  2. Benchmarks öffnen: nachvollziehbare Testverfahren für Qualität, Sicherheit, Energiebedarf und Robustheit.
  3. Datenräume stärken: sichere, zweckgebundene und rechtlich klare Datennutzung ermöglichen.
  4. Beschaffung modernisieren: öffentliche Stellen sollen überprüfbare Speziallösungen einfacher pilotieren können.
  5. Kompetenz aufbauen: Entscheidungsträger brauchen KI-Kompetenz jenseits von Hype, Angst und Anbieterlogik.

Big LLMs und Spezialmodelle erfüllen unterschiedliche Rollen.

Das DIZK argumentiert nicht gegen Basistechnologien, sondern gegen eine einseitige politische und öffentliche Fixierung auf Größe.

Universelle große Modelle

  • breite Sprach- und Wissensabdeckung
  • hohe Infrastruktur- und Betriebskosten
  • komplexe Abhängigkeiten und Governance-Fragen
  • für Exploration, Ideation und allgemeine Assistenz geeignet

Spezialisierte kleine Modelle

  • klare Aufgabe, klare Grenzen, klare Messbarkeit
  • geringere Kosten und oft geringerer Energiebedarf
  • bessere Integration in Fachprozesse und Compliance
  • für produktive, regulierte und wiederholbare Aufgaben geeignet

Diese Positionen sollen politisch wirksam werden.

Wir bereiten Briefings, Stellungnahmen und Kampagnenmaterial vor. Mitglieder können Themen, Beispiele und Expertise einbringen.

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